Liegenwerk

Workflow · Rechnungseingang

Vom Rechnungseingang bis ins ERP: ohne Doppelerfassung.

Fragen Sie in Ihrer Verwaltung, wie viele Arbeitsschritte eine Handwerkerrechnung durchläuft. Die Antworten liegen meist zwischen vier und acht. Tatsächlich sind es dreizehn, wenn man ehrlich zählt. Wir haben jede dieser Stationen digital abgebildet, von der Erfassung bis zum Buchungsstapel in Ihrem ERP. Wie wir auf dreizehn kommen, steht im Artikel Der Weg einer Rechnung durch die Hausverwaltung.

Eine Rechnung geht per E-Mail, Scan oder CRM ein. Die KI liest Kreditor, IBAN, Objekt und Beträge und der Beleg erhält den Archivierungsstempel. Die Sachbearbeitung kontiert mit den Sachkonten aus dem ERP, Dubletten- und ERP-Validierung laufen automatisch, die Buchhaltung gibt im 4-Augen-Prinzip frei. Mit dem Buchungsstempel geht die Buchung ins ERP-Journal und der Beleg in die facilioo-Kunden-App.

Woran es hakt

Der Beleg liegt. Ständig. Irgendwo.

Rechnungen werden manuell erfasst, teils doppelt in verschiedenen Systemen. Freigaben laufen per E-Mail oder Hauspost, und zwischen zwei Schreibtischen vergehen Tage, in denen niemand weiß, wo der Beleg gerade ist. Das kostet Skonto, produziert Doppelzahlungen und macht die Jahresabrechnung zur Suchaktion.

So läuft es bei uns

Ein durchgehender Prozess, in dem nichts liegen bleibt.

KI-Erfassung beim Eingang, Kontierung mit den Sachkonten aus Ihrem ERP, Freigabe im 4-Augen-Prinzip, automatische Übergabe der Buchung. Jeder Schritt landet als Stempel auf dem Beleg. Die Mechanismen kennen Sie aus Ihrer Verwaltung; neu ist, dass keine Station mehr auf Hauspost wartet.

1 Import & Datenerfassung

KI erfasst, Stammdaten sichern die Qualität

Rechnungen kommen per E-Mail, Scan oder aus angeschlossenen Systemen. Beim Speichern extrahieren wir automatisch:

  • Rechnungsnummer, Rechnungsdatum
  • Netto-, Brutto- und MwSt.-Beträge
  • Kreditor und IBAN
  • Zugeordnetes Objekt, Einheit und Buchungskonto

Der Kreditor wird nicht aus Freitext gelesen, sondern per IBAN-Abgleich mit Ihrer Kreditorendatenbank aus dem ERP zugeordnet. Was die KI dabei liest, was sie schreibt und was sie bewusst leer lässt, zeigt die Seite zur KI-Indexierung. Oder Sie testen es direkt mit einer eigenen Rechnung.

2 Aufgabenverteilung

Jede Rechnung landet automatisch beim Richtigen

Auf Basis des zugeordneten Objekts wird die Rechnung dem zuständigen Sachbearbeiter oder Objektbetreuer zugewiesen, ohne manuelle Verteilung. Wird eine Rechnung mehreren Bearbeitern zugewiesen, gilt „first come, first served“: Sobald eine Person die Aufgabe abschließt, wird sie bei den anderen beendet.

3 Dublettenprüfung

Keine doppelten Zahlungen

Ein Handwerker schickt seine Rechnung per E-Mail. Die Zahlung dauert ihm zu lange, also schickt er sie zwei Wochen später noch einmal per Post. Ohne Prüfung durchlaufen beide Exemplare den Prozess, und beide werden bezahlt. Deshalb gleichen wir vor der sachlichen Prüfung Rechnungsnummer und Vorgangsnummer gegen bereits archivierte Rechnungen ab. Potenzielle Dubletten werden markiert und können bestätigt oder verworfen werden.

4 Aktenzeichenablage

Sonderfälle laufen auf ihrem eigenen Gleis

Wo Sie ein Aktenzeichen führen, etwa für Instandsetzungsprojekte, Rechtsstreite oder Sanierungen, erkennt das System die Zugehörigkeit anhand der Aktenzeichen-Referenz und legt die Rechnung direkt beim laufenden Aktenzeichen ab. Die reguläre Kontierung wird übersprungen, weil das Aktenzeichen die Buchung selbst führt.

5 Sachliche Prüfung

Kontierung mit ERP-Sachkonten, automatisch validiert

Die verfügbaren Sachkonten kommen direkt aus Ihrem ERP-System, ohne manuelle Pflege und ohne Abweichungen. Während der Kontierung wird live validiert: Passen Netto- und Bruttobetrag zum Steuerschlüssel? Existiert die Sachkonto-Objekt-Kombination in Ihrem ERP? Liegt das Belegdatum im Bewirtschaftungszeitraum des Objekts? Ein Beleg, der zwei Wochen vor Verwaltungsübernahme ausgestellt wurde, fällt hier durch, bevor jemand Zeit in ihn investiert.

Dazu gehören außerdem:

  • Splitbuchungen, also die Aufteilung auf mehrere Buchungskonten
  • §35a-Kennzeichnung für die Steuerbescheinigung der Eigentümer
  • Vorsteuer bei umsatzsteuerpflichtigen Objekten
  • Wiedervorlagen, Zurückstellungen und Rückfragen an Kollegen, direkt in der Prüfaufgabe

6 Smart Stamps

Bearbeitungshistorie direkt auf dem Beleg

Jeder Bearbeitungsschritt landet als Stempel auf dem Dokument: Archivierungsstempel, Kontierungsstempel, Buchungsstempel, jeweils mit Zeitstempel, Bearbeiter und den Buchungsdaten. DocuWare brennt die Stempel in die PDF ein. Die Historie überlebt damit jeden Export und jede E-Mail-Weiterleitung, auch außerhalb von DocuWare.

7 4-Augen-Prinzip

Prüfung durch die Buchhaltung

Nach der sachlichen Prüfung geht die Rechnung an die Buchhaltung zur rechnerischen Kontrolle und finalen Freigabe. Die Prüferin sieht dabei nicht nur den aktuellen Stand, sondern auf dem Beleg auch, was seit der Kontierung geändert wurde: „Bezahlbetrag: 240,00 € → 250,00 €“. Wurde nichts geändert, steht auch das explizit da. Beides ist ein Prüfnachweis.

8 Schwellenwerte

Drei Ebenen und eine harte Grenze

Die Freigabelogik hat drei Ebenen, die sich kombinieren lassen:

  • Sachkonto-Schwellenwert pro Buchungskategorie (z. B. Handwerker, Versicherung, Wartung): Ab welchem Betrag greift eine erweiterte Prüfung?
  • Erweiterter Schwellenwert, die höhere Eskalationsstufe pro Kategorie. Hier prüft eine zweite Person nach.
  • Mitarbeiter-Schwellenwert, ein individueller Höchstbetrag pro Sachbearbeiter. Wer bis 2.000 € freigeben darf, dessen Rechnungen laufen ab da automatisch in die nächste Ebene.

Darüber liegt eine harte Grenze: Jede Rechnung über 20.000 € löst eine automatische Benachrichtigung an die Geschäftsführung aus, parallel zum regulären Prüfweg. Sie sehen große Positionen sofort, ohne die Standardfreigabe zu blockieren.

9 Weiterleitung

Rechnungen an Eigentümer, automatisch

Wo Rechnungsempfänger auf dem Objekt hinterlegt sind, typisch bei Sondereigentumsverwaltung oder Gewerbevermietung, verschickt das System die geprüfte Rechnung nach der finalen Freigabe als PDF an alle konfigurierten Empfänger. Der Sachbearbeiter sieht in der Vorgangshistorie, an wen die Rechnung gegangen ist und wann.

10 Übergabe

Direkt in Ihr ERP, im Format, das Ihr ERP erwartet

Nach der finalen Freigabe übergeben wir Buchungsdaten und Belege automatisch an Ihr ERP-System, je nach System per CSV, XML oder API. Bis hin zu Details wie dem Zeichensatz: Karthago erwartet Windows-1252, kein UTF-8, und genau so liefern wir. Unterstützte Systeme:

Geprüfte und gebuchte Rechnungen werden zusätzlich im Objektarchiv Ihres CRM hinterlegt. Eigentümer sehen ihre Belege in der Kunden-App (z. B. facilioo) nach Sachkonto sortiert. Das ist die Grundlage für eine digitale Belegprüfung ohne Beirats-Termin im Büro.

11 Referenznummern

Wiederkehrende Rechnungen, vollautomatisch

Lastschriften, Versicherungsbeiträge oder Wartungsverträge lassen sich nach einmaligem Training vollautomatisch verarbeiten. Anhand der Referenznummer (etwa der Versicherungs- oder Vertragsnummer) erkennt das System die Rechnung und legt sie ab, ohne dass ein Sachbearbeiter tätig wird.

12 Impower-Variante

Schlank für Impower-Kunden

Nutzen Sie bereits Impower für Kontierung und Buchung? Dann drängen wir uns nicht in Ihre Prozesse. Stattdessen rufen wir die fertig gebuchten Belege automatisch aus Impower ab, archivieren sie revisionssicher in DocuWare und leiten sie über die facilioo-Schnittstelle ins Objektarchiv weiter. Wie die Impower-Anbindung im Detail arbeitet, steht auf der eigenen Seite.

13 Monitoring

Zentrale Übersicht über den Rechnungseingang

Über eine zentrale Übersicht sehen Sie jederzeit, welcher Sachbearbeiter welche Rechnung bearbeitet, in welchem Prozessschritt sie steht und welche Rechnungen überfällig oder blockiert sind. Ohne Excel-Listen, ohne Zwischenmails.

Häufige Fragen

Was Verwaltungen vor der Einführung wissen wollen.

Wie wird der Kreditor erkannt?

Über den Abgleich der IBAN mit Ihrer Kreditorendatenbank. Die Kreditorendaten kommen aus Ihrem ERP, nicht aus Freitext. Deshalb kommt am Ende ein Buchungssatz heraus, den Ihr ERP ohne Nacharbeit annimmt: Der Kreditor auf dem Beleg ist derselbe Datensatz wie der Kreditor in der Buchhaltung.

Unterstützen Sie Splitbuchungen und §35a?

Ja. Kosten lassen sich auf mehrere Buchungskonten aufteilen, jede Zeile mit eigenem Sachkonto und Betrag. §35a-relevante Beträge (haushaltsnahe Dienstleistungen) werden pro Zeile gekennzeichnet und stehen für die Steuerbescheinigung der Eigentümer bereit. Umsatzsteuerpflichtige Objekte behandeln wir inklusive Vorsteuer.

Was ist das 4-Augen-Prinzip konkret?

Nach der sachlichen Prüfung durch den Sachbearbeiter geht die Rechnung zur rechnerischen Prüfung und finalen Freigabe an die Buchhaltung. Jede Rechnung sehen also mindestens zwei Personen, bevor sie zur Zahlung freigegeben wird. Und die zweite Person sieht auf dem Beleg, was die erste geändert hat.

Was passiert bei großen Beträgen?

Die Freigabelogik arbeitet auf drei Ebenen: pro Sachkonto-Kategorie, pro erweiterter Kategorie-Stufe und pro Sachbearbeiter-Höchstbetrag. Zusätzlich löst jede Rechnung über 20.000 € eine automatische Benachrichtigung an die Geschäftsführung aus, parallel zum regulären Prüfweg.

Können wir Rechnungen an Eigentümer weiterleiten?

Ja. Wo Rechnungsempfänger auf dem Objekt hinterlegt sind (typisch bei Sondereigentumsverwaltung oder Gewerbevermietung), verschickt das System die geprüfte Rechnung nach der finalen Freigabe automatisch als PDF an alle Empfänger. Kein manueller Schritt, kein zusätzliches Postfach.

Wie behandelt das System Rechnungen zu einem Aktenzeichen?

Rechnungen, die zu einem laufenden Aktenzeichen gehören (etwa ein Sanierungsprojekt oder ein Rechtsstreit), werden anhand der Aktenzeichen-Referenz erkannt und direkt beim Aktenzeichen abgelegt. Die reguläre Kontierung wird übersprungen, weil das Aktenzeichen die Buchung selbst führt.

Wir arbeiten mit Impower. Brauchen wir das trotzdem?

Für Impower-Kunden bieten wir eine schlanke Variante: Wir rufen fertig kontierte und gebuchte Belege automatisch aus Impower ab und archivieren sie revisionssicher in DocuWare. Über die facilioo-Schnittstelle landen sie im Objektarchiv. Details auf der Seite zur Impower-Anbindung.

Werden Mahnungen mitverbucht?

Nein. Zahlungserinnerungen und Mahnungen laufen in einem separaten Prozess und werden dort dokumentiert und archiviert. Der Rechnungsworkflow bleibt sauber.

Zeigen Sie uns Ihren Rechnungsstapel.

Wir modellieren Ihren realen Prozess mit echten Belegtypen, Ihrem ERP und Ihren Freigabewegen. Danach wissen Sie, wie er nach der Einführung aussieht.